Studie 04
Kalkstein
Frage
Wie übersetzt sich poröser Stein in Ton?
Beobachtung
Kalkstein trägt seine Geschichte als Porosität: Lösungshohlräume, Fossilspuren, verwitterte Krusten. Die Studie dokumentiert Steinbruchwände und gebrochene Blöcke und arbeitet dann auf Tonmassen und Oberflächen hin, die sich ebenso verhalten — offen, trocken, lichtabsorbierend — ohne Stein zu imitieren.
Die Materialfrage ist Ehrlichkeit: Das Objekt soll erkennbar keramisch bleiben und zugleich die Logik des Steins teilen.
Feldnotizen






Materialtests
- MT–01Zuschlagserie — abgestufte Einschlüsse, die im Brand ausbrennen und kontrollierte Hohlräume erzeugen.
- MT–02Krustenoberflächen — Engobeschichten, nach dem lederharten Zustand bearbeitet.
- MT–03Absorption — Wasseraufnahme und Trocknungsspuren an den gewählten Massen.
