ME MERAKI
Studie 04

Kalkstein

Ein Kalksteinmonolith und behauene Steinbänke über dem Meer im Nachmittagslicht
Frage

Wie übersetzt sich poröser Stein in Ton?

Ort:
Attika, Griechenland

Beobachtung

Kalkstein trägt seine Geschichte als Porosität: Lösungshohlräume, Fossilspuren, verwitterte Krusten. Die Studie dokumentiert Steinbruchwände und gebrochene Blöcke und arbeitet dann auf Tonmassen und Oberflächen hin, die sich ebenso verhalten — offen, trocken, lichtabsorbierend — ohne Stein zu imitieren.

Die Materialfrage ist Ehrlichkeit: Das Objekt soll erkennbar keramisch bleiben und zugleich die Logik des Steins teilen.

Feldnotizen

Eine verwitterte Kalksteinwand im tiefen Nachmittagslicht, jede Pore und jedes Fossil sichtbar
Klares, flaches Wasser kräuselt sich über einem hellen Kalksteinufer
Trockenblumen an einer felsigen Klippenkante unter einer Wand mit Blattschatten, darunter das Meer
Baumschatten auf einem Steinsims und einer Putzecke über dem Meer
Trockenmauerterrassen, die in streifendem Licht einen Hang hinabstufen
Steinstufen neben einer Putzwand über dem Meer bei tiefer Abendsonne

Materialtests

  • MT–01Zuschlagserie — abgestufte Einschlüsse, die im Brand ausbrennen und kontrollierte Hohlräume erzeugen.
  • MT–02Krustenoberflächen — Engobeschichten, nach dem lederharten Zustand bearbeitet.
  • MT–03Absorption — Wasseraufnahme und Trocknungsspuren an den gewählten Massen.

Demnächst