ME MERAKI
Studie 02

Kykladischer Wind

Trockene Küstengräser, vom Wind gebeugt, über einem hellen Kiesufer, dahinter das glitzernde Meer
Frage

Wie können Exposition und Erosion zu Geometrie werden?

Ort:
Kykladen, Griechenland

Beobachtung

Küstenfels auf den Kykladen wird von einer einzigen beständigen Kraft geformt. Kanten, die dem Meltemi zugewandt sind, sind gerundet und gerieft; geschützte Flächen bleiben kantig. Die Studie zeichnet diese Asymmetrien auf und übersetzt sie in Gefäßprofile, bei denen eine Seite 'exponiert' ist und die andere nicht.

Erosion wird als Zeicheninstrument behandelt: Material wird nach dem Formen abgetragen, in der Richtung, die ein vorherrschender Wind nehmen würde.

Feldnotizen

Polstersträucher und trockene Gräser an einem steinigen Hang über dem Wasser
Trockene Disteln an einem Hang über dem Meer, Inseln verblassen in der Dämmerung
Trockenblumen an einer felsigen Klippenkante unter einer Wand mit Blattschatten, darunter das Meer
Hohe trockene Gräser an einem Küstenhang, alle vom Wind in dieselbe Richtung gebeugt
Trockene Gräser und Pflanzenschatten an einer Putzwand über geschichteten Felsen
Klares, flaches Wasser kräuselt sich über einem hellen Kalksteinufer

Materialtests

  • MT–01Gerichteter Abrieb — Abtrag im lederharten Zustand mit abgestuften Schleifmitteln, eine feste Arbeitsrichtung pro Stück.
  • MT–02Asymmetrieserie — identische gedrehte Formen, nur an einer Achse verändert.
  • MT–03Oberflächengedächtnis — wie der Brand die geschliffenen Riefen bewahrt oder mildert.

Demnächst